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Dinge, die uns nicht automatisch zu dem Thema in den Sinn kommen werden, wenn wir an das sogenannte „Coronavirus“ denken

Von Xenia Brühl, 23.03.2020

Der oder das Coronavirus – ja, es geht tatsächlich beides – ist jetzt schon seit einigen Tagen gesellschaftlich Gesprächsthema. Weil es unser Alltagsleben derart heftig kontrolliert, dass wir nicht mehr irgendwie drumrum kommen können. Stattdessen werden wir von morgens bis abends ständig damit konfrontiert – auch dann, wenn wir es überhaupt nicht wollen.

Wir brauchen nur unsere Medien einschalten – die nur noch dieses eine Thema ihrerseits zu kennen scheinen: Corona hier, Corona da – Corona überall!

Eines dieser unzähligen Medien ist die „Frankfurter Rundschau“. Einzelne sehr findige Stimmen behaupteten darin ernsthaft, dass es uns jetzt allen sehr gut helfen würde, Alkohol gegen Corona einzusetzen. Solange ein ganz neuer Impfstoff gegen Corona noch nicht irgendwie gefunden ist… [1] Sind das jetzt schon „Fake News“ – oder nicht?

Die alleinige Idee dazu wäre, sofern sie funktionieren würde, genial: Das Saufen könnte desinfizieren – und durch ein gegenseitiges Bespritzen aller Beteiligten könnten Virenstämme spielend einfach abgetötet werden. [1]

Aber all das stimmt so nicht, erklärte dann die WHO [1] – und stellte klar, dass dies tatsächlich „Fake News“ seien, die hinsichtlich Corona jetzt in Umlauf wären.

Auch wenn die Coronaviren auf den Alkohol durchaus gut reagieren, wären sie nicht die Lösung des Problems – wie das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) ganz offiziell erklärte (Zitat): „Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht umhüllt ist, reagieren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside (…) Wenngleich für Sars-CoV-2 [dies ist die offizielle Bezeichnung des „Corona-Virus“; Anmerk. d. Red.] hierfür noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird.“ [1] Das heißt im Klartext: Desinfizieren kann man mit dem Alkohol problemlos – insbesondere die eigenen Hände oder öffentlichen Oberflächen. Hier kann Alkohol ganz eindeutig von Vorteil sein.

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Ein Drittel der bei den Menschen typischen Erkältungen könnte völlig problemlos auf die RNA-Viren zurückgeführt werden
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Was sind denn letztlich eigentlich diese Coronaviren? Hierfür lohnt es sich, ein wenig in die Medizin zu schauen: Ein anderer Name für Coronaviren lautet „RNA-Viren“ (abgekürzt aus der englischen Bezeichnung für „ribonucleic acid“) [2 & 3]. Diese werden laut „Wikipedia“ in unterschiedliche Gruppen geteilt – doppelsträngiges RNA-Genom (Gruppe 3), einzelsträngiges RNA-Genom positiver Polarität (Gruppe 4) oder aber einzelsträngiges RNA-Genom negativer Polarität (Gruppe 5). [3]

Ein Drittel der bei den Menschen typischen Erkältungen könnte völlig problemlos auf die RNA-Viren zurückgeführt werden, wie hierzu das „Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung“ erklärte. [2] Diese könnten bei den Menschen sogar Durchfall auslösen. [2]

Ende Dezember 2019 traten dann ganz plötzlich im chinesischen Wuhan verstärkter Lungenentzündungen auf – und kurze Zeit später wurde mit dem neuartigen „Coronavirus“ ihr ganz offensichtlicher Auslöser entdeckt. [2] Ein Virus, das mit dem „SARS“-Virus verwandt ist, das im Jahr 2002 in eine Pandemie führte. [2] Doch hinsichtlich dem „Coronavirus“ heute gibt es im Vergleich zum „SARS“-Virus von damals einen gravierenden Unterschied: Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar, „SARS“ dagegen nicht. [2] Und deshalb gelangte es dann irgendwie zu uns – sowie den Rest der ganzen Welt.

Doch jetzt zu meinem Ausgangspunkt: Ja – wir werden mit dem Virus konfrontiert. Ständig – ohne es zu merken… Ja – es beschäftigt uns im Alltagsleben. Weil wir nicht wissen, ob nicht Menschen, die positiv auf den Virentyp getestet wurden, vor uns irgendwelche Haltestangen in der Straßenbahn umgriffen haben… Keine schöne Vorstellung. Aber eben Realität.

Dann fahre ich gedankenverloren zutiefst entspannt den Rechner hoch, gehe rein ins Internet – und muss darin ganz urplötzlich das Folgende lesen: Eine Nachricht, die die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am 22.03.2020 bekanntgegeben hatten. Fahrzeuge würden gereinigt, aber nicht desinfiziert (Zitat): „Das können wir nicht leisten. (…) Wir appellieren an die Menschen, selber Verantwortung zu übernehmen. Beim Türöffnen beispielsweise ein Taschentuch auf die Finger legen.“ [4] Ich habe all das übrigens über „berlin.de“ gelesen – eine Webseite, die ihr mit Sicherheit gut kennt.

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Schmierinfektion bei Oberflächen, die virenkontaminiert sind, ist möglich, aber bislang
noch nicht nachgewiesen
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Die S-Bahn Berlin würde sich seinen Angaben zu Folge an die (Zitat): „Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts“ halten. [4] Wie ein Bahnsprecher außerdem mitteilte, würden Züge (Zitat) „entsprechend regelmäßig gereinigt“ – und die Deutsche Bahn, selbst Mutter von der S-Bahn Berlin, stünde in direktem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden. [4]

Zum ersten Mal bekomme ich ein leichtes Lächeln ins Gesicht: Ganz so schlimm kann das alles doch nicht sein – oder? Dann beschließe ich, weiterzulesen.

Es schaltete sich wieder unser Bundesamt für Risikobewertung (BfR) ein – und meinte, dass eine Schmierinfektion bei öffentlichen Oberflächen, die virenkontaminiert sind, möglich, aber noch nicht nachgewiesen wäre [4]. Es sei bislang noch nichts bekannt, dass Menschen sich auf diese Weise mit dem Coronavirus angesteckt hätten. [4]

Dabei wäre dieser Übertragungsweg durchaus sehr gut denkbar! Vor allem, da der öffentliche Raum ein Eldorado für Bakterien ist!

Nun gut – aber wie komme ich jetzt zurück zu unsrem Nahverkehr? Ganz einfach: Der Berliner „Tagesspiegel“ gab zu diesem Thema schon am 29.03.2017 bekannt, dass Verkehrsmittel hier in Berlin (Zitat): „ziemlich dreckig“ seien. [5] Während die Busse nach einer Untersuchung des Reinigungsunternehmens „Zipjet“ damals einigermaßen sauber abschnitten – in ihnen wurden lediglich (Zitat) „nichtfermentierende gramnegative Stäbchen“ in mittlerer Konzentration gefunden [5] – kamen unsre Straßenbahnen besonders miserabel weg. In ihnen wurden sogenannte Enterokokken in hoher Dosis nachgewiesen – Darmbakterien, die nach dem Benutzen von Toiletten über ungewaschene Hände auf die Haltestangen einer Straßenbahn gelangen können. [5] Im schlimmsten Fall können diese Erreger Durchfall auslösen. [5]

Und auf diese ekelhaften, jetzt schon existierenden Keime kommt das Sars-CoV-2 dann noch obendrauf? Eine gruselige Vorstellung, die einen nicht mehr schlafen lässt… Reicht es dann letztendlich wirklich, Wagen nur zu reinigen? Oder wäre es nicht doch viel besser, alles ausgiebig zu desinfizieren?

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Enterokokken aus der Straßenbahn können im schlimmsten Fall Durchfall auslösen

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Wäre es möglich, dass sich die vorhandenen Keime und Corona neu verbünden – und zu einem aggressiveren Konstrukt mutieren? Weil die alltägliche Reinigung oder Desinfektion nicht sachgemäß dort durchgeführt wurde?

Wäre vielleicht sogar die Desinfektion an sich nicht der beste Weg? Weil Keime und der Sars-CoV-2 sich an diese irgendwann anpassen – und gegen sie resistent werden könnten?

Und wäre es eigentlich denkbar, dass wir spätestens in 2 bis 3 Jahren eine erneute Corona-Pandemie erleben? Auch wenn sie dann nicht mehr ganz so stark werden wird wie dieses Jahr – weil nämlich inzwischen auch ein Großteil der Bevölkerung immun dagegen geworden ist? Dann könnten wir als Konsequenz noch völlig überraschend feststellen müssen, dass der bis in etwa 2 Jahren erzeugte Impfstoff gegen Sars-CoV-2 wirkungslos geworden ist. Weil nämlich das Sars-CoV-2-Virus zu einer neuen, anderen Substanz mutiert ist – was dann wiederum Natur von allen Coronaviren ist, die sich in den Jahren immer neu verändern [6]… Nein – dass kann und will ich mir jetzt echt nicht vorstellen.

Ich weiß aber trotzdem, was ich jeden Morgen tue. Und zwar auch weiterhin – aus tiefster Überzeugung. Wenn ich einmal Straßenbahn fahre: Handschuhe tragen! So kann ich meine schönen langen Finger vor den Keimen auf den Oberflächen schützen – und wohl auch noch vor Corona, das durch Handschuhe nicht durchzukommen scheint… Kleinste clevere Handlungen können größte gesundheitliche Vorteile bewirken!

Und, um zusätzlich den Virus nicht noch abzukriegen, versuche ich, echt überall im öffentlichen Raum jeweils eineinhalb bis 2 Meter Abstand zu halten. Zu meinen Mitmenschen – die ich selbst nicht anstecken möchte, sofern ich etwas hätte… Umgekehrt möchte ich unter keinen Umständen Risiken eingehen, die meiner eigenen Gesundheit schaden. Angesteckt werden.

Ob das letztlich funktioniert? Ich werde sehen.

Quellen:
[1] Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/wissen/alkohol-corona-coronavirus-covid-19-sars-cov-2-krankheit-massnahmen-schutz-zr-13605934.html
[2] Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung: https://www.helmholtz-hzi.de/de/wissen/themen/keime-und-krankheiten/coronaviren/?fbclid=IwAR2C4gh_0QVOqkksBazjOmUhTj1bJbgpi55754aFeyzkBC4AbyvGf3ysz0M
[3] Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/RNA-Virus
[4] berlin.de: https://www.berlin.de/tourismus/infos/verkehr/nachrichten/6117222-4357821-bvg-fahrzeuge-werden-gereinigt-aber-nich.html
[5] Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehrsmittel-in-berlin-viele-menschen-viele-keime/19582602.html
[6] telebasel.ch: https://telebasel.ch/2020/03/05/die-mutationsrate-des-virus-ist-vergleichbar-mit-anderen-coronaviren/?channel=105105

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